MethodeProgrammform, Sequenzierung, Governance

Mach die Nahtstellen zu jemandes Job.

Jeder Lieferant liefert seinen Teil pünktlich ab, und das Programm verspätet sich trotzdem — weil kein Vertrag den Raum dazwischen abdeckt. Wir machen diese Räume sichtbar und hängen an jeden einen Namen.

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Klingt bekannt

Letzten Monat stand jeder Workstream auf Grün. Das Programm liegt vier Monate hinten.

Jeder Lieferant hat exakt das geliefert, was im Vertrag stand. Zusammen funktioniert es trotzdem nicht.

Der Lenkungsausschuss trifft sich jeden Monat und entscheidet nichts, womit irgendwer etwas anfangen kann.

Was wirklich los ist

Ein Lenkungsausschuss ist eine Struktur, in der alle verantwortlich sind und niemand haftet. Das ist kein Zufall — genau dafür ist die Struktur gebaut. Sie verteilt das Risiko auf genug Führungskräfte, dass keine Einzelne ein Scheitern allein trägt. Der Preis: Keine Einzelne kann eines verhindern.

Lieferanten verhalten sich dann rational. Jeder optimiert den Scope, für den er bezahlt wird, und lässt die Nahtstellen liegen — die gehören ja niemandem. Die meisten Programm-Rettungen sind kein Planungsproblem. Sie hängen daran, wer entscheiden darf, wenn eine Entscheidung einen Lieferanten Geld kostet.

Was wir tun

01

Die Nahtstellen kartieren: jede Übergabe, jede Schnittstelle, jede gemeinsame Annahme

02

Jeder einen Namen geben — einem Menschen, nicht einem Workstream

03

Festlegen, wer entscheiden darf, wenn es einen Lieferanten Geld kostet

04

So sequenzieren, dass Workstreams liefern können, ohne aufeinander zu warten

05

Das Ampel-Reporting ersetzen durch etwas, das auch schlechte Nachrichten tragen kann

Was das nicht ist

Kein PMO. Keine zusätzliche Reporting-Schicht.

Governance, die nur hält, solange alles pünktlich ist, ist keine.

Im System

Eine Lieferantengrenze ist nur so real wie die Schnittstelle dahinter. Contract-Tests, Umgebungen, wer was deployen darf — bleibt das ungeklärt, ist "klare Verantwortlichkeit" nur eine Folie. Die Nahtstelle reisst bei der Integration wieder auf.

Was am Ende bleibt

01

Workstreams, die unabhängig liefern

02

Lieferanten, die gegen klare Schnittstellen liefern

03

Schlechte Nachrichten, die früh genug ankommen, um zu handeln

Verwandte Bereiche

Die Menschen dahinter

Robert Vogt

Robert Vogt

Liest eine Lieferantengrenze so, wie sie gebaut ist — Umgebungen, Tests, wer deployen darf.

robert@unmade.ch
Jeremy Zahner

Jeremy Zahner

Hängt an jede Nahtstelle einen Namen und sitzt das Meeting aus, in dem das unangenehm wird.

jeremy@unmade.ch

Der Rest ist ein Gespräch.

hello@unmade.ch